Nach einem kalten und verregneten Mail brachten die heißen Temperaturen am ersten Juniwochenende gleich jede Menge Arbeit für die Wasserretter am Karlsfelder See. Neben einem halben Dutzend kleinere medizinische Hilfeleistungen mußte die Wasserwacht gleich zweimal erschöpfte Schwimmer von der Badeinsel abholen, ein Patient war in einem derart schlechtem Gesundheitszustand dass sogar der Notarzt anrücken mußte. Am späten Nachmittag meldete ein Badegast seine Begleitung als „im Wasser vermisst“ und löste somit einen Großeinsatz aus zu dem sogar der Rettungshubschrauber „Christoph 1“ aus München unterwegs war – glücklicherweise konnte die vermeintlich vermisste Person kurze Zeit später sicher am Ufer ausfindig gemacht werden und der Einsatz wurde abgebrochen noch bevor die ersten Kräfte den See erreichten. Andreas Fichtl, Leiter der Karlsfelder Wasserwacht, warnt eindringlich: „Der See ist aufgrund des wechselhaften Wetters auch Ende Juni noch nicht richtig erwärmt, gerade für ungeübte Schwimmern kann das kalte Wasser zur Falle werden.“. Längere Strecken sollte man zudem niemals alleine schwimmen und nach Möglichkeit eine Boje mitnehmen.

Am Pfingstsonntag war das Wetter nicht ganz so heiß, trotzdem strömten mehrere hundert Besucher zum „Tag der offenen Tür“ an der Wasserrettungsstation und wagten einen Blick hinter die Kulissen. Neben einer großen Fahrzeugausstellung, zur Freude vor allem der kleinen Besucher mit jeder Menge Blaulicht zeigten die Wasserwachtler an verschiedenen Stationen ihre Einsatzgerätschaften und den Arbeitsalltag. In mehreren Schauübungen wurde gezeigt wie mit dem Motorrettungsboot eine Person aus dem Wasser gerettet werden kann, die medizinische Versorgung von der Schnittwunde bis zur Wiederbelebung wurde vorgeführt und das Jugendrotkreuz bot das beliebte Kinderschminken an.

Die Sanitätsbereit Dachau zeigte zudem eine neue Spezies „Enten“ am See – für das „Erste Dachauer Entenrennen“ am 7. Juli konnten die Besucher ihre persönliche Rennente erwerben.