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Lange Nacht für Karlsfelder Retter – Vermisstensuche mit traurigem Ende

„Bisher waren die beiden Corona-Sommer wesentlich ruhiger als wir das befürchtet hatten“, so Oliver Welter, Vorsitzender der Wasserwacht Dachau, „aber das heiße Augustwochenende brachten unser Personal nochmal gut ins Schwitzen“. Die Wachmannschaft saß gegen 21 Uhr nach einem heißen und langen Wachtag beim Grillen zusammen, als der Wachalarm ausgelöst wurde – Badegäste hatten einen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes angesprochen, daß Sie ihr Arbeitskollegen vermissen würden, zuletzt gesehen hatten Sie diesen beim Schwimmen am südöstlichen Seeufer. Die sofort eingeleitete Suche durch die Wachmannschaft wurde durch weitere Kräfte der Wasserwachten aus Dachau, Indersdorf, Eching, Neufahrn sowie dem Tauchzug der Feuerwehr Unterschleißheim und der Feuerwehr Karlsfeld unterstützt. Mit Schnorchelschwimmern und Tauchern wurde der Bereich entlang des südlichen Ufers, zwischen den Rettungspunkten 2 und 3, abgesucht, ein Hubschrauber der Polizei mit einer Wärmebildkamera war ebenfalls im Einsatz. Die Kollegen des THW Dachau unterstützten die Suche mit einem Sonargerät, ein möglicher Fund entpuppte sich schließlich als Kuriosum – ein Stück Leitplanke am Seegrund!

Um 0:40 wurde der Sucheinsatz zunächst unterbrochen, am Sonntag morgen wurde bei Tageslicht der See zwischen Südufer und Badeinsel vom Drohnenteam der Wasserwacht Fürstenfeldbruck aus er Luft abgesucht, jedoch leider ohne konkrete Hinweise. Den Sucherfolg brachte schließlich eine erneute Suche mit zwei Tauchern der Wasserwacht Karlsfeld – gezogen von einem Boot mit einer sogenannten Schleppstange fanden Sie die Leiche des 50-jährigen nach etwa 35 Minuten Tauchzeit in 4 Metern Tiefe am Seegrund liegen. Nach Rücksprache mit der Polizei wurde die Leicht anschließend von der Wasserwacht geborgen und an die Rechtsmedizin übergeben. Während der Sucheinsatz am Sonntag in vollem Gange war, musste die Wachmannschaft noch eine vermeintliche Vermisstensuche, einen Herzinfarkt am Parkplatz sowie einen gestürzten Radfahrer in der Schwarzhölzl-Siedlung versorgen. Gegen 17 Uhr war dann endlich alles Einsatzgerät wieder geputzt, gewartet und einsatzklar auf den Einsatzfahrzeugen verladen.

Die Einsatzleitung am Samstag Abend wurde von den Kollegen des BRK mit einen Einsatzleitfahrzeug unterstützt, zur Versorgung des möglichen Patienten sowie zur Absicherung der eigenen Kräfte standen zudem zwei Rettungswagen sowie ein Notarzt des BRK Rettungsdienstes mit ihrem Einsatzleiter bereit.